Die Top 10 der gruseligsten Spukorte in Irland 😨

ohne Garantie auf Vollständigkeit…

Irland ist bekannt als die Insel der Heiligen und Gelehrten, aber Irland ist auch ein Land voller Mythen und Legenden, ein Ort, an dem der Aberglaube tief verwurzelt ist.

Wusstest du, dass Halloween ursprünglich aus Irland kommt? Mehr dazu findest du hier:

Ursprung und Geschichte von Halloween in Irland

Geister, Erscheinungen und verwunschene Orte fasziniert die Menschheit seit langem und bieten einen Einblick in das Unbekannte und die Möglichkeit eines Lebens nach dem Tod. In Irland gibt es unzählige gruselige Geschichten über verwunschene Orte, verlassene Burgen und unheimliche Herrenhäuser – das Land birgt einige der dunkelsten Geheimnisse und übernatürlichen Begegnungen.

Bist du bereit, auf eine Reise zu den Top 10 der gruseligsten Spukorte in Irland mitzukommen?

Aber Achtung, wir können keine Garantie übernehmen, dass du nachher noch ruhig schlafen kannst! 👻

Zu spukig? Hier kannst du die Hintergrundmusik stoppen.

1. Leap Castle

Die sagenumwobene Burg mit blutiger Vergangenheit

Das Leap Castle, in vielen Kreisen als der schaurigste Spukort Irlands angesehen, strahlt zweifellos eine düstere und geradezu unheimliche Atmosphäre aus. Es liegt in der Grafschaft Offaly, genauer gesagt zwischen Birr und Roscrea. Die Wurzeln dieses beunruhigenden Gemäuers reichen bis ins Jahr 1250 zurück, als es von der Familie O’Bannon errichtet wurde. Doch die Burg blieb nicht lange in ihren Händen, und in den Jahrhunderten, in denen verschiedene Clans Leap Castle ihr Zuhause nannten, entfachten blutige Erbfehden zwischen den Bewohnern.

Im Jahre 1920 stiess man auf ein makaberes Geheimnis in den finsteren Gemäuern des Schlosses – zahlreiche Skelette, die scheinbar auf spitzen Holzstangen aufgespiesst waren. Das grauenhafte Schicksal dieser armen Seelen konnte bis heute nicht restlos geklärt werden, und ihre Anwesenheit in diesem unheimlichen Ort bleibt ein Rätsel, das die Fantasie derjenigen beflügelt, die sich mit der schaurigen Geschichte von Leap Castle befassen.

Als wenn dies noch nicht genug wäre, gibt es noch diverse andere Erscheinungen, welche in der Burg zu Hause sein sollen.

  • Emily und Charlotte – Die Geister dieser beiden kleinen Mädchen soll man beim Spielen in der Haupthalle entdecken. Emily starb im Alter von 11 Jahren, nachdem sie von der Burg gestürzt war. Noch heute wird ein kleines Mädchen gesichtet, das aus großer Höhe stürzt und verschwindet, bevor es den Boden erreicht. Charlotte, das kleinere der beiden Mädchen, schleppt ein deformiertes Bein hinter sich her.
  • Die ermordete Frau – Der Geist dieser Frau wandere heute umher, nachdem sie im 16. Jahrhundert von einem Mitglied der brutalen Familie ermordet wurde. Bei Sichtungen handelt es sich in der Regel um eine verängstigte Frau, die in wenig Kleidung gesichtet wird. Sie schreit zweimal, bevor sie sich in Luft auflöst.
  • Die Gouvernante und der alte Mann – Diese beiden Erscheinungen werden sporadisch in getrennten Fällen beobachtet. Teilweise sehe man die Gouvernante (Nanny) mit Emily und Charlotte zusammen, gelegentlich sehen Besucher, wie der alte Mann in einem bequemen Sessel sitzt und die Hitze vor dem grossen Kamin der Haupthalle geniesst.
  • Die Rote Dame – Eine weitere Erscheinung, die dieses Schloss bis heute heimsucht, ist die Rote Dame. Man sagt, sie streife in einem langen roten Kleid umher, gross und schlank mit langen, wallenden braunen Locken. Die Rote Dame trägt stets einen Dolch, die Hand drohend erhoben.
  • The Elementar – Dieser Geist, so vermutet man, existierte bereits bevor die vielen Familien Leap Castle bezogen. Einige vermuten, dass die Erscheinung namens „Elementar“ möglicherweise aus der Zeit der Druiden stammt. Zu dieser Zeit nutzten die Menschen Zauberei, um das heilige Land zu schützen, auf dem damals Leap Castle errichtet wurde. Andere sagen, dass Gerald Fitzgerald «Earl of Kildare» – ein erfahrener Zauberer – für diesen Geist verantwortlich ist, um die Burg einzunehmen. Wie auch immer, The Elementar ist eine bedrohliche und unheimliche Präsenz, die sich nur denen offenbart, die sie provozieren.
Leap Castle - Irland

2. Charles Fort

Eine der tragischsten irischen Geistergeschichten

Der tragische Selbstmord einer trauernden Braut «The White Lady of Kinsale» hat bei der Festung Charles Fort in der Grafschaft Cork, eine tiefgreifende und mitunter rätselhafte Spur hinterlassen.

Der Überlieferung und der legendären Geschichte zufolge vermählte sich ein Soldat der Festung mit einer einheimischen Braut. Ihre Hochzeitsnacht verbrachten sie innerhalb der Festungsmauern. In dieser verhängnisvollen Nacht, von den Feierlichkeiten des Tages ein wenig benebelt, übernahm der Soldat seinen Wachdienst und versank in einen unruhigen Schlaf.

Kameraden in der Festung entdeckten ihn während seiner Schicht, schlummernd und gegen das Protokoll des Tages verstossend. In Übereinstimmung mit den damaligen Vorschriften wurde er auf seinem Posten erschossen. Als die Braut vom Tod ihres Ehemannes erfuhr, stürzte sie sich verzweifelt von einer der Festungsmauern in den Abgrund.

Jahrzehnte nach dieser Tragödie berichteten Soldaten und ihre Familien, insbesondere Kinder, von Sichtungen der «Weissen Dame», die durch die Gemäuer der Festung Charles Fort wandelte. Die «Weisse Dame», so munkelt man, wandert auch durch die Strassen ihrer einstigen Heimatstadt Kinsale.

Obwohl Charles Fort bis 1922 militärisch genutzt wurde und heute in Ruinen liegt, kann die geisterhafte Erscheinung der Braut nach wie vor in ihrem strahlenden Hochzeitsgewand über die Befestigungsmauern streifen.

3. Loftus Hall

Irlands bekanntestes Geisterhaus und bald ein Hotel

Das prachtvolle Herrenhaus Loftus Hall erhebt(e) sich majestätisch auf der Hook Head Halbinsel in der Grafschaft Wexford im südöstlichen Teil Irlands. Die düstere Geschichte, die Loftus Hall zu einem der schaurigsten Orte Irlands gemacht hat, soll sich in einer eisigen Winternacht 1775 zugetragen haben.

Der Legende nach näherte sich ein Fremder zu Pferd der Loftus Hall und wurde, von der damals dort lebenden Familie Tottenham, hereingelassen. Die junge Lady Anne Tottenham war von diesem Fremden verzaubert. Eines Nachts liess Lady Anne beim Kartenspielen eine Karte fallen und als sie sich bückte, um sie aufzuheben, erhaschte sie einen flüchtigen Blick auf die Füsse des Fremden. Der Fremde hatte gespaltene Hufe statt Füsse!

Ein markerschütternder Schrei durchzog die Versammlung, als die wahre Identität des Fremden enthüllt wurde. Der entlarvte Teufel fluchte und verschwand durch die Decke. Für lange Zeit befand sich an dieser Stelle ein unverschliessbares Loch, das an jene schaurige Nacht erinnerte.

Bald darauf wurde Lady Anne psychisch krank, und es wird angenommen, dass die Familie sich für Anne schämte und sie in ihrem Lieblingszimmer einsperrte, wo sie glücklich sein würde. Sie verweigerte Essen und Trinken und verstarb kurz darauf am 1. November 1775.

Die Loftus Hall wurde im Jahr 2021 an einen anonymen Käufer verkauft. In den letzten Jahren wurde das Herrenhaus aufwändig restauriert und wird im Jahr 2024 als Luxushotel neu eröffnet, unter dem Namen: Ladyville House

Loftus Hall - Wexford - Irland

4. Duckett’s Grove

Der Fluch der Banshee (Todesfee)

Aus der Ferne kann man sich leicht die glorreichen Tage von Duckett’s Grove vorstellen, dem Mittelpunkt eines fast 5000 Hektar grossen Anwesens in der Grafschaft Carlow.

Erbaut im Jahr 1745 von John Dawson Duckett, dessen Abstammung auf Wilhelm den Eroberer zurückgeht.

Wie es unter den Adligen oft der Fall war, hatte Duckett eine junge Geliebte, die jedoch auf tragische Weise bei einem Reitunfall auf dem Anwesen ums Leben kam. Ihre von Trauer geplagte Mutter schwor der Familie Duckett Rache und rief einen Banshee-Fluch* herbei, um der Adelsfamilie den Tod und den finanziellen Ruin zu bringen. Kurz darauf hörte eine Besuchsdame den schmerzerfüllten Schrei und starb sofort in der Nähe der Stallungen.

Bei einer anderen Gelegenheit hörte auch ein Gärtner das Wehklagen und entdeckte am nächsten Morgen seine tote Mutter. Im Jahr 2011 wurde die Burgruine von der amerikanischen paranormalen Fernsehserie „Destination Truth“ besucht, der es gelang, viele ungeklärte Phänomene zu filmen, darunter seltsame Gestalten, Lichtanomalien und dumpfe Geräusche aus den Tiefen des Kellers.

* Als Banshee (vom Irisch-gälischen bean sí: „Frau aus den Hügeln“) wird in der keltischen Mythologie und im Volksglauben Irlands ein weiblicher Geist aus der Anderswelt bezeichnet, dessen Erscheinung oder Schrei einen bevorstehenden Tod ankündigt.

Ducketts Grove - Banshee - Carlow - Spuk

5. Belvelly Castle

Die gesichtslose Frau und der schwarz gekleidete Mann

Belvelly Castle ist ein Turmhaus aus dem 13. Jahrhundert in der Grafschaft Cork, heute in Privatbesitz, aber nochimmer ein grossartiges Fotomotiv mit einer bewegten Geschichte.

Wie die meisten Burgen ihrer Zeit wurde sie in erster Linie zu Verteidigungszwecken und nicht als Wohnsitz erbaut. Im 19. Jahrhundert war die Burg verfallen, wurde jedoch 1939 kurzzeitig wieder aufgebaut. Im Jahr 2016 wurde die verlassene Burg verkauft, und in ein einzigartiges Familienhaus verwandelt.

Vor Beginn der Arbeiten forderten die neuen Eigentümer, dass auf dem Grundstück ein Exorzismus durchgeführt und das Land für eine künftige Nutzung gesegnet werde. Aber warum war überhaupt ein Exorzismus notwendig?

In der Burg, mit Blick auf den Hafen von Cork, lebte einst, im 17. Jahrhundert, eine berühmte Schönheit namens Lady Margaret Hodnett. Die Nachricht von ihrer Schönheit verbreitete sich weit und breit und erreichte auch einen örtlichen Lord namens Clon Rockenby. Dieser setzte sich in den Kopf, dass Lady Margaret Hodnett seine zukünfte Frau werden soll.

Lady Margaret Hodnett liebte ihr eigenes Spiegelbild jedoch mehr als alles andere und fand an Lord Rockenby überhaupt keinen Gefallen. Dieser hielt trotzdem immer wieder um ihre Hand an, Lady Margaret Hodnett jeoch lehnte ihn immer wieder ab.

Trotz ihrer ständigen Ablehnung akzeptierte Clon Rockenby kein Nein als Antwort und ergriff die etwas drastische Massnahme, eine Armee zusammenzustellen, nicht um die Burg anzugreifen, sondern um die Familie Hodnett auszuhungern und zur Unterwerfung zu zwingen.

Es verging ein ganzes Jahr, bis die Hodnetts schliesslich nachgaben und Clon Rockenby endlich loszog, um Lady Margaret zu seiner Braut zu machen. Aber Lady Margarets Schönheit war verblasst, sie war dünn und zerzaust vor Hunger. Voller Wut und Enttäuschung zerschmetterte er einen ihrer geliebten Spiegel und ging, nur um beim Verlassen von einem von Margarets Brüdern getötet zu werden.

Lady Margaret begann ihren Verstand zu verlieren. Sie ging von Spiegel zu Spiegel und hoffte, dass ihr jugendliches Aussehen wiederkehren würde, aber das geschah nie und die Spiegel wurden schliesslich von ihrer besorgten Familie entfernt. Man sagt, dass der Geist von Lady Margaret nach ihrem Tod noch hunderte von Jahre durch das Schloss zog und nach den Spiegeln suchte, welche sich ursprünglich in der Burg befanden. Es heisst, dass ihr Geist keine Gesichtszüge habe, während andere sagen, sie würde mit einem Schleier erscheinen, um ihr trauriges Gesicht zu verdecken.

Eine weitere gespenstische Geschichte rund um Belvelly Castle handelt von der Gestalt eines schlanken, schwarz gekleideten Mannes, der in mondhellen Nächten gesichtet wurde, wie er aus dem Fenster neben dem Wassertor in den Himmel blickte. Manchmal sang die mysteriöse Gestalt eindringliche Melodien, die die Zeugen fasziniert und verunsichert zurückliessen. Es wird gesagt, dass dies der Geist von Luccero Moreno war, einem bekannten spanisch-italienischen Dichter und Sänger, der vor der irischen Küste Schiffbruch erlitten hatte und dem eine Unterkunft in der Burg angeboten wurde. Ein weiterer Gast in der Burg war damals ein irischer Barde namens Dion the Thrush, zu dem die Familie Hodnett eine besondere Affinität hatte.

Dion war eifersüchtig darauf, wie der Neuankömmling die Aufmerksamkeit der Familie und ihrer Gäste auf sich zog, und er und Moreno zerstritten sich schnell. Es wurde beschlossen, einen Wettbewerb abzuhalten, bei dem sie ihre Talente gegeneinander messen würden. Der Gewinner würde in der Burg bleiben und der Verlierer müsste gehen. Moreno gewann den Wettbewerb mühelos, doch in eifersüchtiger Wut griff Dion ihn mit einem Messer an und stach ihm in die Schulter. Dann überwältigte und entwaffnete Moreno ihn, indem er Dion mit seinem eigenen Messer in den Hals stach und  Dion verblutete auf dem Boden.

Obwohl Moreno sich lediglich verteidigte und den tödlichen Kampf nicht angezettelt hatte, hatte die Familie Mitleid mit Dion, als sie sich an seine guten Taten ihnen gegenüber und an die langjährige Freude an seinem Talent und seiner Gesellschaft erinnerte. Moreno wurde eingesperrt und starb wenige Tage später an den Folgen einer Vergiftung durch eine Liebschaft seines Rivalen.

Über die gespenstischen Bewohner, die einst durch Belvelly Castle wandelten und sangen wird heute kaum noch gesprochen, ob dies mit dem Exorzismus der neuen Besitzer zusammenhängt wird wohl nie geklärt werden.

Belvelly Castle - Cork - Irland

6. Wicklow Gaol

Vom Gefängnis wo es spukt, zum interaktiven Museum

Das Rasseln von Ketten, das Geräusch von nackten Füssen auf Granit und das Flüstern im Dunkeln waren schon immer alltägliche Geräusche im Gefängnis von Wicklow – auch dann, wenn niemand in der Nähe war…

Der Bau dieses unmenschlichen Gefängnisses begann im Jahr 1702 und diente bereits vor seiner Fertigstellung als Gefängnis. Während der Revolution von 1798, der Grossen Hungersnot und vielen anderen Zeiten wurden im Gefängnis Gefangene festgehalten, bevor die Deportation vom Gefangenen nach Übersee, zBsp. Australien eingeführt wurde.

Folter und Misshandlung waren im Wicklow Goal an der Tagesordnung, wobei viele Foltermethoden dazu genutzt wurden, die Gefangenen zum Reden zu bewegen, um wertvolle Informationen zu sammeln.

Nachdem über Jahre von diversen unerklärlichen Ereignissen berichtet wurde, kann man das Gefängnis nun teilweise auch nachts besuchen, und sich von der gespenstischen Umgebung zu überzeugen.

Zu den seltsamen, ungeklärten Ereignissen und Begegnungen, über die berichtet wurde, gehören:

  • Ein Mann welcher vor den Gittern der Arrestzelle zum Aufenthaltsraum im Erdgeschoss ging.
  • Eine Frau in einem bodenlangen schwarzen Samt-Umhang mit hochgezogener Kapuze, wie sie auf die beiden Räume im Erdgeschoss zugeht.
  • Aus Zelle 5 strömt manchmal ein Rosenduft und zu anderen Zeiten ein schlechter Geruch.
  • Ein grüner Nebel schwebt im Erdgeschoss.
  • Ein Mann wurde gesehen, wie er von Zelle 19 bis zum Ende des Gehwegs ging – einige Leute haben kommentiert, dass er seine Hände auf dem Rücken hielt.
  • Ein Mann steht in der hinteren Ecke des Oberdecks des Schiffes.
  • Einige Frauen haben berichtet, dass sie sich auf dem Oberdeck äusserst unwohl fühlten und Angst oder Besorgnis verspürten.
  • Auf dem Unterdeck berichten Menschen oft, dass sie aus dem Augenwinkel Schatten sehen.
  • Einige Besucher haben berichtet, dass sie im obersten Stockwerk Kinder weinen sahen oder hörten.

7. Hellfire Club

Von der antiken Grabstätte zum satanischen Treffpunkt

Tagsüber ist dieser hübsche Ort auf dem Gipfel des Montpellier Hill in den Dublin Mountains voller Wanderer und Familien, die auf dem Rasen Picknicks geniessen. Aber es ist der letzte Ort, an dem man sein möchte, wenn die Sonne untergeht…

Ursprünglich befand sich auf der Spitze des Montpelier-Hügels ein altes Ganggrab mit einem darauf aufgestapelten Steinhaufen. Dann kam William „Speaker“ Conolly, einer der reichsten Männer Irlands, und baute 1725 an derselben Stelle ein Jagdschloss. Conolly soll den Steinhaufen zerstört haben, als er das Jagdhaus baute, und dazu erst noch einen der wichtigsten Steine des Grabes für den Bau des Kamins verwendet haben.

Einige Zeit später wurde bei einem Sturm das Dach der abgelegenen Lodge weggeblasen. Die Einheimischen gingen davon aus, dass Geister, welche Rache für die Zerstörung des Steinhaufens suchten, verantwortlich seien.

Nach Conollys Tod wurde die Lodge verkauft und soll zum Treffpunkt des Irish Hellfire Club geworden sein. Ein Club, der 1735 vom Freimaurer Richard Parsons gegründet wurde – einem Mann, der dafür bekannt war, sich mit schwarzer Magie zu beschäftigen.

Ihre Mitglieder trafen sich an Orten in ganz Dublin und waren für ihr amoralisches Verhalten und ihre Ausschweifungen bekannt.

Die Geheimhaltung des Clubs führte zu Spekulationen, dass seine Mitglieder Satanisten und Teufelsanbeter seien. Der Präsident wurde „König der Hölle“ genannt und war wie Satan gekleidet, mit Hörnern, Flügeln und Hufen. Den Mitgliedern wurde auch gesagt, dass sie bei jedem Treffen einen Platz für den Teufel bereitstellten, in der Hoffnung, dass er teilnehmen würde.

Die Mitglieder sollen auch schwarze Messen in der Loge abgehalten haben, bei denen Katzen – und sogar Diener – geopfert wurden. Manche sagen, die Lodge sei absichtlich in Brand gesteckt worden, um die höllische Atmosphäre des Gebäudes zu verstärken.

Die bekannteste Hellfire Club Geschichte ist jedoch die, in der der Teufel selbst vorkommt. Der Legende nach gesellte sich ein Fremder zu den Vereinsmitgliedern beim Kartenspiel. Als dann einer der Spieler eine Karte auf den Boden fallen liess, bückte er sich, um sie aufzuheben, und sah, dass der Fremde gespaltene Hufe statt Füsse hatte… aufmerksamen Lesern wird diese Geschichte bekannt vorkommen.

Eine andere beliebte Geschichte handelt von einem jungen Bauern, der neugierig war, herauszufinden, was bei den geheimen Treffen des Clubs vor sich ging. Als er den Montpelier Hill hinaufstieg, wurde er von den Mitgliedern eingeladen und durfte die Aktivitäten des Abends miterleben. Der junge Mann wurde am nächsten Morgen zitternd und verängstigt aufgefunden. Der Überlieferung nach war er den Rest seines Lebens unfähig zu sprechen; konnte sich nicht einmal an seinen Namen erinnern.

In einer der berühmtesten Geschichten spielt eine schwarze Katze eine Rolle. In dieser Geschichte besucht ein anderer junger Mann ein örtliches Bauernhaus, um die Aktivitäten des Clubs aufzudecken. Am nächsten Morgen wird er tot aufgefunden. Sein Gastgeber und der örtliche Priester, die glauben, er sei ermordet worden, gehen zum Hellfire Club, um Nachforschungen anzustellen.

Als sie in der Lodge ankommen, sehen sie ein Bankett und eine schwarze Katze, die durch den Raum streift. Es ist jedoch keine normale Katz, sie ist riesig! Der Priester bemerkt auch, dass sie Ohren hat, welche wie Hörner geformt sind. Da der Priester zufällig eine kleine Flasche Weihwasser in der Tasche hat, beschliesst er, einen Exorzismus zu versuchen. Das Ergebnis zerreisst das Biest. Vor der Lodge lag derweil der Gastgeber auf dem Boden, sein Gesicht und sein Hals von Krallen tief zerkratzt.

Hellfire Club - Dublin - Irland

Hellfire Club, Co. Dublin; Foto by Joe King [CC BY 4.0 ], via Wikimedia Commons

8. Charleville Castle

Die Köngiseiche welche den Tod voraussagt

Charleville Castle liegt in der Grafschaft Offaly, inmitten einer der ältesten Eichenwälder Irlands. Der Bau von Charleville Castle begann im Jahr 1798 durch den ersten Earl of Charleville, Charles William Bury.

Einer der bekanntesten Geister von Charleville Castle ist Lady Harriet Bury, 2. Tochter des 3. Earl of Charleville. Am 3. April 1861 spielte Lady Harriet, damals 8 Jahre alt, mit ihren jüngeren Geschwistern John und Emily in der Bibliothek. Die Gouvernante schickte Harriot ins Kinderzimmer, um sich die Hände zu waschen. Harriet war an diesem Tag unbeaufsichtigt und rutschte auf dem Rückweg das Geländer der Treppe hinunter. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte in den Tod.

Ihre Anwesenheit im Schloss wurde viele Male von vielen unterschiedlichen Personen gemeldet. Sie singt mitten in der Nacht, lacht und schreit. Andere sagen, sie hätten ein kleines Mädchen in einem blau-weissen Kleid gesehen, mit goldenen Locken und blauen Schleifen im Haar.

Auf der Liste der Geister, welche Charleville Castle heimsuchen, steht auch Lady Harriots Onkel, Henry Walter. Henry starb im jungen Alter von 7 Jahren an einer Grippe. Obwohl er in London starb, brachte die erste Gräfin seinen Leichnam nach Irland, um ihn in der Familiengruft zu begraben.

Die Bibliothek war zu dieser Zeit eine reine Männerdomäne und verfügte über einen geheimen Tunnel, der zur Kapelle und einem unterirdischen Raum führte. Man beobachtete dort, wie eine dunkle, schattenhafte Gestalt auf dem Boden aus der kleinen Tür kam.

Eine der faszinierendsten Geschichten des Charleville Castle hat jedoch nichts mit Geistern zu tun, sondern mit einer seltsam anmutenden Eiche auf dem Grundstück des Schlosses. Die Eiche wird «Königseiche» genannt und es wird angenommen, dass der Baum zwischen 400 – 800 Jahre alt ist. Die Geschichte besagt, dass der Baum kurz, bevor ein männliches Mitglied der Bury-Familie sterben würde, entweder einen Ast fallen lasse oder vom Blitz getroffen werde. Der erste Earl starb am 31. Oktober (Halloween) auf etwas ungewöhnliche Weise, andere Earls starben ebenfalls in relativ jungen Jahren. Das letzte Mal soll die Königseiche im Jahr 1963 vom Blitz getroffen worden sein, kurz bevor der letzte mit Charleville verbundene Bury starb, seither gab es keine Bury’s mehr auf dem Anwesen.

Chrleville Castle - Offaly - Irland

9. Kilmainham Gaol

Einer der berühmtesten Spukorte Irlands

Kilmainham Gaol ist ein ehemaliges Gefängnis in Dublin, welches 1796 eröffnet wurde und seitdem einige der berüchtigtsten Kriminellen Irlands beherbergte.

Dieses unheimliche, dunkle Gefängnis ist Irlands grösstes ungenutztes Gefängnis. Wenn man durch die Gefängniszellen und die hallenden Korridore spaziert, bekommt man ein klares Bild davon, was die hier inhaftierten Menschen zwischen 1796 und 1924, als das Gefängnis geschlossen wurde, ertragen mussten.

Viele der hier eingesperrten Kriminellen starben, unter anderem auch die Verantwortlichen des Osteraufstandes in Irland im Jahr 1916, welche in diesem Gefängnis hingerichtet wurden.

Heute ist das Gefängnis ein Museum, aber man sagt, dass viele seiner früheren Insassen noch heute durch die Gemäuer ziehen…

Einer der ersten gemeldeten Spukfälle im Kilmainham Gaol geht auf die 1960er Jahre zurück, als das Gefängnis gerade renoviert wurde, um es anschliessend als Museum zu eröffnen. Während dieser Renovierungsarbeiten war der Gouverneur Dan McGill mit seiner Familie im alten Gefängnisquartier des Gefängnisses stationiert. Eines späten Abends blickte er auf den Hof, als er bemerkte, dass die Lichter in der Kapelle brannten. Er machte sich auf den Weg zur Kapelle, konnte jedoch nichts Ungewöhnliches finden, schaltete das Licht aus und machte sich auf den Weg zurück zu seinem Quartier. Nach wenigen Schritten drehte er sich wieder um und sah, dass das Licht wieder eingeschaltet war. Berichten zufolge geschah dies mehrmals in dieser Nacht.

Der Bereich der Kapelle bereitet Besuchern auch heute noch eine Gänsehaut, da die Leute oft berichten, sie hätten das Gefühl, als ob eine böse Präsenz sie beobachtete.

Das vielleicht schockierendste Geistererlebnis ereignete sich im gleichen Zeitraum. Während ein Maler im Kerker arbeitete, wurde er plötzlich von einer unsichtbaren Kraft getroffen, welche ihn quer durch den Raum schleuderte und an die Wand drückte. Der Mann musste sich wehren um sich zu befreien, hatte grosse Angst, liess seine gesamte Ausrüstung dort und kehrte nie wieder zurück.

Ein weiteres häufiges Vorkommnis bei Restaurierungsarbeiten war das deutliche Geräusch von Schritten, die auf die Arbeiter zuliefen und dann neben ihnen stehen blieben. Zahlreiche Menschen haben dies erlebt. Als sie aufsahen, spürten sie, wie eine plötzliche eisige Kälte sie überkam. Auch das Trampeln von Stiefeln, als ob eine Soldatenparade im Gange wäre, kam regelmässig vor.

Besucher erleben bis heute immer noch einige unheimliche, paranormale Aktivitäten. Sie melden den Reiseleitern oft Leute in zeitgenössischer Kleidung, nur um dann zu erfahren, dass es sich um Erscheinungen handelt!

Weitere merkwürdige Vorkommnissen sind plötzlich auftretende kalte Stellen, seltsame Geräusche, körperlose Stimmen und zuschlagende Zellentüren. Es gab auch Fälle, in denen Besucher von einer unsichtbaren Kraft weggedrückt wurden.

Kilmainham Gaol Dublin - Irland

10. Malahide Castle

Verachtete Liebhaber, ein Königsmörder und ein Narr

Malahide Castle ist eine mittelalterliche Burg, rund 14 Kilometer nördlich von Dublin. Sie befand sich fast 800 Jahre im Besitz der Familie Talbot und gilt als eine der am meist frequentierten Burgen in Irland.

Die lange und manchmal turbulente, fast 800-jährige Geschichte der Burg hat viel zu ihrem unheimlichen Ruf beigetragen. In den vielen Räumen der Burg sind viele unsichtbare Geister zu spüren, es wird gesagt, dass es in der Burg mindestens fünf Geister gibt.

  • Lord Galtrim – Einer der beliebtesten Geister des Schlosses ist der Sohn des Barons von Galtrim, Lord Galtrim oder Sir Walter Hussey. Er wurde am Tag seiner Hochzeit im 15. Jahrhundert im Kampf getötet. Er soll nachts durch die Burg wandern und vor Schmerzen stöhnend auf die Speerwunde an seiner Seite zeigen. Er ist ein Geist mit gebrochenem Herzen, weil seine zukünftige Braut seinen Rivalen unmittelbar nach seinem Tod heiratete.
  • Lady Maud Plunkett – Da ist auch Lady Maud Plunkett. Sie erscheint Schlossarbeitern und Gästen wie am Tag ihrer Hochzeit mit einem Lord Chief Justice. Sie jage den Geist ihres Mannes durch die Korridore der Burg.
  • Puck – Puck ist der Geist eines Narren, der sich in eine Frau namens Lady Elenora Fitzgerald verliebte. Sie wurde von Heinrich VIII. in der Burg festgehalten, weil sie Aufstände angestiftet haben soll. In einer verschneiten Nacht im Dezember wurde Puck, der Narr, mit einem Stich ins Herz aufgefunden, er trug immer noch seinen Narrenanzug und seine Mütze. Vor seinem Tod schwor er, dass er die Burg heimsuchen würde, bis ein Herr mit einer Braut aus dem Volk die Burg regieren würde. Er versprach jedoch, keinem männlichen Talbot, der im Schloss schlief, Schaden zuzufügen. Zahlreiche Burgbesucher haben berichtet, dass sie auf einigen in der Burg aufgenommenen Fotos das Gesicht des Narren gesehen haben.
  • Die Weisse Dame – Die Weisse Dame ist auch ein sehr beliebter Geist im Malahide Castle. Die Weisse Dame ist ein Gemälde einer sehr schönen, aber unbekannten Dame, das an der Chinesischen Mauer des Schlosses hängt. Manchmal verliess sie ihr Gemälde und wanderte nachts durch das Burggelände. Über viele Jahre hinweg wurde sie von vielen Menschen gesehen.
  • Miles Corbett – Schliesslich ist da noch der Geist von Miles Corbett. Er erhielt die Burg und das umliegende Grundstück von Oliver Cromwell. Während der Restauration musste Miles für die Verbrechen büssen, die er während seiner Zeit auf der Burg begangen hatte, und wurde gehängt. Es wird berichtet, dass sein Geist als ganzer Soldat in Rüstung erschien und dann plötzlich in Stücke zerfiel.

Malahide Castle - Dublin - Irland

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